Sonntag, 23. Juli 2017

Fruchtige Marmelade und Spitzenhäubchen

Hallo alle zusammen,
Vielen herzlichen Dank für Eure netten und tröstenden Kommentare zu meinem
Rosen-Quilt (Hidden Wells).
Es tat mir gut und ich habe mich nun auch mit dem Ergebnis abgefunden.
Was Ihr noch nicht wisst, dass ich noch so ein Exemplar in Arbeit habe. 
Dazu mehr in einem späteren Post,wenn der Quilt fertig ist.

♥♥♥

Vor einigen Tagen las ich bei Inge von einem Marmeladenrezept, das ich noch nicht kannte.
Es klang so verführerisch einfach, dass ich es unbedingt ausprobieren musste. Ich lief in den Garten, plünderte den schwarzen Johannisbeer-Busch und los ging's. 

Das Rezept dazu findet Ihr hier bei Inge.
Noch nie hat es mir so viel Spaß gemacht, Marmelade herzustellen, wie nach diesem Rezept. Es geht razfaz, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten. Denn hierbei wird nichts gekocht. Am Schluß hatte ich vier Gläschen mit super lecker schmeckender Marmelade. Mir fiel ein, dass ich noch diesen schönen Stoff hatte und verhübschte die Gläser mit Häubchen und Spitzenbändchen.
Eine kleine und schnelle Sache, die Spaß macht, schön anzusehen ist und beim Verschenken Freude bereitet.









Wenn ich solche kleinen Rundungen zurückschneide, 
benutze ich gern die Zackenschere.


Als vor Jahren dieses Buch von Dorthe Jollman erschien, waren alle verrückt danach. Daraus habe ich mit ihrer Anleitung diese Häubchen genäht.


Damals als Vorzeigeobjekt für die aktuellen Stoffe 
und natürlich auch für das Buch.
Habt noch einen  schönen Sonntag und Tschüss für heute,
Herzliche Grüße
Ingrid,
die sich über einen Kommentar von Euch freut.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Auf Rosen gebettet - Rosen-Quilt

Hallo alle zusammen,
meinen allerersten Quilt, den ich in meinem Patchworkleben genäht habe, war ein 
Hidden Wells“.
Das war im Sommer 1999 in einem Wochenkurs am Felixsee. Ich hatte so gut wie keine Ahnung vom Patchwork, eine geringe Stoffauswahl, aber dafür sehr nette Menschen um mich herum und eine tolle Kursleiterin Namens Monika Selke.

 "Hidden Wells" (Felixsee) Sommer 1999
mit Maschine genäht und von Hand gequiltet.

Nach einer Woche war mein Quilt fertig genäht, mit der Hand gequiltet und ich fuhr glücklich und zufrieden nach Hause. Später gab ich selbst Kurse zu diesem Thema und alles lief wie am Schnürchen.


Mein größter Wunsch in all den Jahren war, nochmal einen „Hidden Wells“ zu nähen. 
Vor ein paar Wochen hatte es mich dann gepackt. Ich spazierte am Stoffregal entlang, suchte dazu diese Stoffe heraus und legte los in der sicheren Annahme – Genug Erfahrung habe ich ja.



Alles ging gut, das Top war fertig, nun noch Vlies und Rückseitenstoff dazu und dann kann es mit dem Quilten losgehen. Plötzlich kam das traurige Erwachen.
Ich musste feststellen, dass die Blöcke falsch zusammengenäht waren und das Gesamtbild 
 „Hidden Wells“ völlig zerstört war. Jeder kann sich wohl vorstellen, dass ich super sauer und meine Freude dahin war.


Was nun tun? Auftrennen oder an der Stelle weitermachen. Ich legte das Teil für eine Weile zur Seite und kam dann zu dem Entschluss, es aufzutrennen.

Klugerweise habe ich, nachdem die Ränder abgetrennt waren, erst einmal zwei Blockreihen aufgetrennt. Leider hat das überhaupt nicht geholfen, denn ich musste feststellen, dass der Fehler schon beim Zerschneiden der Blöcke passiert war.

Am liebsten hätte ich alles in die Tonne gedrückt, 
aber das konnte ich meinen schönen Stöffchen nicht antun.


 Also habe ich alles wieder zusammengenäht, gequiltet und nun ist er fertig.
Inzwischen habe ich mich damit abgefunden und aus meinem erträumten „Hidden Wells“ ist ein kuscheliger „Rosenquilt“ geworden.
Die erste Wäsche hat er auch schon gut überstanden und ist damit ab sofort zum Kuscheln 
 freigegeben.  Einen Besitzer dafür gibt es allerdings noch nicht.



Ein gequilteter Ausschnitt auf der Rückseite
♥♥♥
Tschüss für heute und herzliche Grüße
Ingrid,
die sich über einen Kommentar von Euch freut.

Freitag, 14. Juli 2017

Spielerei - meine Rasselbande

Hallo alle zusammen

Ach ja, so viele Seelen wohnen in meiner Brust.
Heute möchte ich Euch von einer anderen Leidenschaft erzählen.
Als Kind gehörte ich zu den Mädchen, die sehr gerne mit Puppen spielten. Über dieses Alter bin ich natürlich längst hinausgewachsen. 
Meine Leidenschaft zu diesen kleinen Geschöpfen hat aber nie aufgehört. Zum Glück bekam ich eine Tochter und später kamen die Enkelmädchen.
Puppen waren also immer aktuell.
Vor einigen Jahren zeigte mir eine Bekannte ihre Puppensammlung. Das waren ganz andere Geschöpfe als unsere Spielpuppen und ich war sofort von ihnen angetan.
Leider fehlt mir das Talent und das Geschick dazu,
Puppen selbst zu entwerfen und anzufertigen.
Doch seht selbst, welche Folgen diese Begegnung für mich hatte.


Vielleicht sind ja unter Euch auch Puppensammler, die die eine oder andere Puppe wiedererkennen.



Das ist Rosel aus der Wichtelwerkstatt der Puppenkünstlerin Anna-Rosemarie Müller. Sie hat eine Größe von 60 cm. Mit ihr fing eigentlich alles so richtig an. Ich dachte, Puppen und Patchwork sind eine gute Kombination. Mein erster Gedanke war: Puppensachen nähen und sie in Szene zu setzen, wird mir richtig Spaß machen.

Und im Laufe der letzten 7 Jahre, so lange wohnen schon einige von diesen liebenswerten Geschöpfen bei mir, sind so einige Sächelchen entstanden.

♥♥♥
Diese Wichtelpuppen haben ziemlich große Händchen und dicke Bäuche.
Das macht das Nähen mitunter ein bisschen schwierig.


Ja, Gestricktes mag Rosel auch sehr gerne


Diese Babypuppe bekam meine Tochter vor etwa 42 Jahren geschenkt. Die Puppe ist noch im Originalzustand. Als ihre Tochter, also meine Enkelin, ein Brüderchen bekam, dachte ich, jetzt sei der richtige Zeitpunkt diese Puppe aus der Versenkung hervor zuholen und der Kleinen die Babypuppe ihrer Mama zu überreichen. So hatte sie auch ein Baby, um das sie sich kümmern konnte.



Zum Schlafengehen brauchte das Puppenbaby natürlich auch einen hübschen Schlafsack. Den gab es mit noch einigen anderen Sachen und Zubehör dazu.

♥♥♥ 


An diesem Quilt arbeite ich zur Zeit (soweit mir etwas Zeit dazu bleibt).

In meinem nächsten Post könnt ihr ihn gerne anschauen. Er ist schon fast fertig.
♥♥♥
Tschüss für heute und herzliche Grüße
die sich über einen Kommentar von Euch freut.


Freitag, 7. Juli 2017

Glück im Unglück - Platzsets

Nein, das ist nicht mein Set für den Monat August.
 

Diese Art Platzsets nähe ich seit Beginn meiner Patchwork-Zeit.
Würde ich alle genähten Sets zusammenzählen, käme ich bestimmt auf eine Stückzahl von ca. 100. Das ist nicht übertrieben.
Ich weiß, sie sind nichts Besonderes, aber sie sind handlich, praktisch und werden geliebt.


Für Selbermacher hatte ich hierzu Materialpackungen zur Verfügung gestellt. Die Sets, die ich zur Anschauung genäht hatte, wurden verkauft, nachdem die Stoffe ausverkauft waren. Unter den Käufern, also die nicht Selbermacher, gab es viele Wiederholungstäter. Sie machten sich damit selbst eine Freude, oder es wurde ein Geschenk daraus.
 
Kürzlich bekam ich den Auftrag, ein paar Platzsets aus diesen Stoffen zu nähen. Wenn es möglich wäre, gleich und sofort. Kein Problem, dachte ich, genug Übung und Erfahrung damit hatte ich ja. Also ging ich mit Lust und Liebe an's Werk.


Bei diesen Sets wird die Rückseite etwas größer geschnitten. Nach dem Quilten werden von der Rückseite die Ecken abgeschnitten und rundherum bleibt ein Rand von ca, 2 - 2,5 cm stehen. Dieser Rand wird zweimal nach vorn umgeschlagen und knappkantig auf dem Vorderteil aufgesteppt.  
Eine bebilderte Anleitung dazu gibt es hier

Und genau da ist das Unglück passiert.
Bekanntlich gibt es für alles ein „Erstesmal“. Wie man auf diesem Foto erkennen kann, habe ich die Ecke genau am Oberteil abgeschnitten.
Nun stand ich da. Mein erster Gedanke war, rundherum alles übrige auch noch abzuschneiden und den Rand mit einem Schrägband einzufassen. Das würde mir aber so gar nicht gefallen.


Kurz und schmerzlos nähte Ich die Ecke wieder an und fuhr weiter fort wie gehabt.


Jetzt bin ich froh, dass ich das so gemacht habe. Auf der Vorderseite ist nichts verwerfliches zu erkennen.


Und auf der Rückseite auch nicht. Die Naht liegt genau in der Bruchkante.

 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es günstiger ist, gleich mehrere Teile von einer Sorte zu nähen. Optimaler Stoffverbrauch, effektiveres Nähen und man hat eine kleine Reserve für den Fall der Fälle.
5 Stück habe ich genäht, zwei waren bestellt, zwei stehen noch zur Verfügung und das 5. bleibt bei mir als abschreckendes Beispiel.
Also, Glück im Unglück!

Ein paar weitere Bilder aus der Vergangenheit




Tschüss für heute und herzliche Grüße
Ingrid,
die sich über einen Kommentar von Euch freut.

Montag, 3. Juli 2017

Knöpfe, Knöpfe. Knöpfe

Was habt Ihr so gemacht“ war Nana's Frage in diesem Post .

Meine Antwort darauf „Knöpfe sortiert“ 
Das Sortieren war mehr oder weniger eine Bestandsaufnahme bzw. Bestandskontrolle.
Von Nana kam der Vorschlag, sie doch mal auf meinem Blog zu zeigen. Also zeige ich Euch heute einige wenige Knöpfe von ganz, ganz vielen.



Schon als Kind tauchte ich gerne in die Welt der Knöpfe ein und es machte mich glücklich, in Mama's Knopfkasten herumzuwühlen. Die Knöpfe auszuladen und wieder in die Knopfschachtel einzusortieren.


 
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Gefährlich wurde es immer, wenn ein Knopfvertreter in der Tür stand. Es war sehr schwer bei sooooooo vielen schönen Knöpfen widerstehen zu können.
Gebrauchen konnte ich alle möglichen Sorten und gehabt hätte ich gern alles.





Trachtenknöpfe, Landhausborten gehören zu meinen Lieblingsthemen,
obwohl es so gar nicht in unsere Region passt und hier auch nicht üblich ist.


Manchmal werden mir auch Knöpfe zugetragen, die vor der Entsorgung von Kleidungsstücke abgetrennt wurden.
 


Diese werden dann sortiert, auf ein Bändchen gefädelt und
in solchen Behältnissen nach Farben sortiert aufbewahrt.
Die kleinen Schubkästen gehören in ein dazu passendes Regal und sind von außen beschriftet. Das ist sozusagen mein privater Knopffundus. 
Für die Enkelkinder ein absoluter Anziehungspunkt.


Wenn ich einmal ein Geschenk brauche oder Lust dazu habe, etwas anderes zu tun, dann bastle ich gerne mal solche kleinen Verpackungen.


Hier habe ich probiert, ein paar Knöpfe hübsch und stilvoll zu verpacken.

Das war ein klitze kleiner Ausflug in meine Knopfwelt.
Knopfliebhaber gibt es meines Wissens eine ganze Menge. Ich hoffe, es hat Euch ein bisschen gefallen.


♥♥♥
Tschüss für heute und herzliche Grüße
Ingrid,
die sich über einen Kommentar von Euch freut.